Wie präsentiere ich eigentlich richtig?

Jeder war sicher schon einmal in der Situation, eine Präsentation halten zu müssen. Einige Personen präsentieren gerne, andere wiederum finden es ganz schrecklich vor Publikum zu präsentieren.

Inhalte, die man erläutern möchte dem Adressaten klar und verständlich rüber zu bringen ist gerade in unserem Berufsfeld sehr wichtig. Die Art der Präsentation kann beispielsweise bei einem Pitch mit mehreren Agenturen, die alle denselben Auftrag bekommen möchten sehr entscheidend sein. Wichtig ist, welcher Eindruck beim Kunden entsteht. Die tollste Idee für ein Produkt allein reicht nicht aus. Der Kunde muss diese auch richtig vermittelt bekommen.

Auch bei unserem GWA Junior Agency Tag (die einen von uns arbeiten schon fleißig daran, die anderen erwartet dies noch im 5. Semester) gilt es, die Jury von unserer Idee zu überzeugen. Grundvoraussetzung ist natürlich eine gute Idee. Diese muss aber überzeugend, originell und souverän vermittelt werden.

Wie präsentiere ich richtig? Und was macht eine gute Präsentation aus?

Auf diese beiden Fragen versuche ich in diesem Beitrag eine Antwort zu finden um so eine Hilfe für den kommenden Donnerstag zu geben und natürlich für alle weiteren Präsentation, die es in Zukunft geben wird.

Die Präsentation

Es gibt viele verschiedene Anlässe, Situationen oder Gelegenheiten, eine Präsentation zu halten. Um eine gute Präsentation vor Publikum zu halten sollte man sich vor allem zwei Fragen stellen:

Zu welchem Anlass präsentiere ich?

Möchte ich in einer Agentur mein Kommunikationskonzept vorstellen? Bin ich in Dozent an der FH D und möchte den Studierenden Inhalte vermitteln? Oder bin ich auf der Hochzeit meiner Schwester und halte eine kleine Rede? Auch dies ist eine von vielen Möglichkeiten, eine Präsentation zu halten.

Die Intention der Rede ist entscheidend. Es gibt drei verschiedene Arten von Präsentationen:

  1. Die Überzeugungsrede

  2. Informationsrede

  3. Gelegenheitsrede

Wenn man sich dies bewusst macht stellt man fest, dass es hier erhebliche Unterschiede gibt. Bei einer Überzeugungsrede möchte ich beispielsweise die Agentur von der eigenen Idee überzeugen. Bei einer Gelegenheitsrede möchte ich z.B. meiner Schwester bei ihrer Hochzeit alles Gute für die Zukunft wünschen.

Vor welchem Publikum werde ich präsentieren?

Bei dieser Frage ist es wichtig festzustellen, wie man mit dem Publikum sprechen soll. Es ist zum Beispiel schwierig vor einem englischsprachigen Publikum auf Deutsch zu präsentieren. Das wichtige dabei ist, auf das jeweilige Publikum einzugehen. Vor Studenten hält man einen Vortrag über Quantenphysik sicher anders als vor Physikern.

Wichtig ist es, sich die oben genannten Fragen zu verdeutlichen und bewusst zu machen und eine Präsentation dementsprechend vorzubereiten.

Weiter gibt es ein paar Grundregeln die man bei jeder Präsentation beachten sollte:

  • Blickkontakt zum Publikum halten
  • Ruhiger, nicht wippender Stand
  • Natürliche, angepasste Gestik
  • Fließende Aussprache
  • Angemessene, kontrollierte Lautstärke der Stimme
  • begründete, angemessene Pausen
  • angemessene, variierte, überzeugende Betonung
  • Satzbau nicht zu lang und keine Schachtelsätze
  • Redeunarten wie z.B. äh, man,Leute, usw. vermeiden
  • Nicht mit etwas in der Hand spielen, daher Notizen gegebenenfalls auf den Tisch legen

Zudem gibt es viele verschieden Möglichkeiten eine Präsentation zu gliedern.

Beispiel: Mit der PLAN Struktur

P Problem erläutern

L Lösung präsentieren

A Argumentieren

N Nachhaltige Appel

Aber das wichtigste bei allen Gliederungen sind immer der Anfang und der Schluss!

Denn zu Beginn der Präsentation muss man die Aufmerksamkeit des Publikums wecken. Zum Schluss sollte man den letzten Eindruck noch einmal positiv bestätigen. Je Origineller der Anfang und das Ende desto besser kann sich das Publikum an die Präsentation erinnern.

Den Anfang könnte man beispielsweise mit einer rhetorischen Frage beginnen, oder mit einer Aufgabe die das Publikum erst einmal lösen muss. Wie gesagt: je Origineller desto besser…

Die Medien die man für eine Präsentation wählt sollten zu dem Thema der Präsentation passen. Manchmal ist weniger auch mehr. Hier gibt es viele verschieden Möglichkeiten. Unter dem folgenden Link könnt ihr eine Tabelle zu allen Vorteile und Nachteilen verschiedener Medien finden:

Vor- und Nachteile von Medien

Wichtig ist, dass man sich mit dem gewählten Medium auskennt bzw. vorab vertraut macht.

Auch bei der Frage, wie man die Charts der Präsentation am besten gestaltet gilt: weniger ist manchmal mehr. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Das wichtigste ist, dass es zum Thema und natürlich auch zum Publikum passt.

Wenn man sich unsicher ist, sollte man lieber weniger auf die Folien schreiben als zuviel.

Unter dem folgenden Link findet ihr einen kleinen Bericht über schlechte PowerPoint Folien und praktische Tipps wie man es machen sollte:

PowerPoint Hilfe

Gute Rhetoriker gibt es bekanntlich wenige. Und es ist ja auch noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber Übung macht den Meister. Das allerwichtigste ist in der Regel, dass man gut vorbereitet ist! Dann kann auch nicht so viel schief gehen!

Jeder kennt seine Stärken und Schwächen beim Präsentieren selbst am besten. Man sollte vor allem an seinen Schwächen arbeiten und die Stärken ausbauen.

Unter diesem Link könnt ihr euch noch viele weitere Tipps zum Thema Präsentationen ansehen:

viele weiter hilfreiche Tipps

Am Donnerstag haben wir alle unsere erste Online Präsentation (zumindest ist es meine erste). Ich glaube, das stellt uns alle noch mal vor eine besondere Herausforderungen, da wir auf eine ganz andere Art und Weise mit dem Publikum arbeiten müssen. Wir müssen weniger auf unsere Körperhaltung und dem Blickkontakt zum Publikum achten, was natürlich ein Vorteil ist. Dennoch müssen wir gerade aus dem Grund, dass wir das Publikum nicht live vor uns haben noch mehr darauf achten dieses mit einzubeziehen. Es ist schwieriger nachzuvollziehen an welcher Stelle jemand aus dem Publikum den Faden verliert oder mit seinen Gedanken abdriftet. Das bedeutet im Prinzip, dass man sich noch besser vorbereiten muss als auf eine „normale Präsentation“.

Na dann ein gutes Gelingen und bis Donnerstag!

Janina

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Autor: janinaG
Datum: Mittwoch, 28. Oktober 2009 12:10
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