Debattieren, Diskutieren, Argumentieren, Überzeugen.

Unsere Aufgabe für diese Woche ist es, uns zu dem Thema „Lerntypen sind didaktisch und pädagogisch unsinnig, weil…“ Argumente heraus zu suchen. Wir vertreten diesen Standpunkt, suchen uns Argumente und debattieren bei der nächsten Online-Sitzung in Skype mit der anderen Gruppe, die den Standpunkt „Das System der Lerntypen ist sinnvoll, weil…“ vertritt.

„Debattieren“…was heißt das eigentlich? Debattieren kommt von Debatte. Ich kenne das Wort aus der Politik, wenn Politiker mit einem bestimmten Standpunkt versuchen, eine andere Partei von ihrer Meinung zu überzeugen. Hört sich an wie eine Diskussion

Aber was ist dann der Unterschied zwischen einer Debatte und einer Diskussion?

Bei der Debatte vertritt jede Partei, wie oben bereits erwähnt, ihren Standpunkt. Der Debattenredner trägt seine Argumente in einer Rede vor, und versucht damit seinen Gegner von seinem Standpunkt zu überzeugen. Wichtig sind hierbei nicht ausschließlich die Argumente, die vorgetragen werden. Auch die Art, wie präsentiert wird, ist ausschlaggebend für den Erfolg. Redner, die rhetorisch bewandelter sind, haben es hier leichter, das Gegenüber mit seinen Argumenten zu schlagen. (nicht umsonst kommt debattieren aus dem Französichen: débattre = (nieder-)schlagen).

Bei einer Debatte gelten auch bestimmte Tagesordnungen oder Regeln, z. B. wer wie lange reden darf.

Die Debatte ist quasi eine Unterform der Diskussion, mit dem Unterschied, dass nach einer Debatte meistens eine Abstimmung erfolgt.

Im Wirtschaftsunterricht wird eine Debatte ebenfalls als eine Methode angewandt, die Lehrer einsetzen, damit die Schüler/ Studenten lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden und diese mit Argumenten zu vertreten.

Oft handelt es sich um konfliktreiche Themen. Die Schüler / Studenten vertreten dabei nicht immer unbedingt die eigene Meinung, sondern auch mal (z. B. durch ein Losverfahren) die andere Seite. Dies ist hilfreich, damit die Studenten sich auch mal mit gegensätzlichen Argumenten auseinander setzen und das Thema so neu durchdenken.

Lernziel bei dieser Methode ist, dass die Schüler / Studenten lernen, auch bei Themen, deren Meinung sie anfangs nicht waren, richtig zu argumentieren. So können sie neue Themen erstmal objektiv betrachten und lernen, dass es wahrscheinlich zu fast jeder These eine Pro- und eine Contra-Seite gibt.

Ich bin gespannt auf unsere Debatte. Bis jetzt vertrete ich nicht die Meinung meines Themas. Aber wer weiß, vielleicht ändere ich meinen Standpunkt nachdem ich die Argumente der Gegengruppe gehört habe…

Kea

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Autor: kea
Datum: Dienstag, 3. November 2009 16:23
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2 Kommentare

  1. 1

    [...] Artikel zur Vorbereitung einer Debatte hat eine der Studentinnen in den öffentlichen Blog des Seminars [...]

  2. 2

    [...] geht es um Erfahrungen mit Methoden ebenso wie um persönliche Erfahrungen mit dem studentischen Alltag (Prüfungsvorbereitungen, [...]

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